Das Niveau der Teilnehmer war auch bei dieser sechsten Runde wieder sehr hoch. Das Streckenlayout war erneut weniger technisch, schmaler, aber schneller, sodass die verschiedenen Läufe flüssig verliefen. Mit zunehmender Zahl der Fahrer auf der Strecke verschlechterte sich der Zustand jedoch, wodurch sie anspruchsvoller wurde.
Für das Rieju Factory Team ging der polnische Fahrer Dominik Olszowy an den Start. Mit dabei war auch der Lokalmatador Radford Chugg, ein Hard-Enduro-Spezialist, der die Gelegenheit nutzen und mit seiner Rieju MR300i sein Debüt geben wollte. Unterstützt wurde er dabei vom Importeur Eurotek.
Nach den Qualifikationsläufen und der SuperPole konzentrierten sich die Fahrer auf die drei Finalläufe des Abends. Für Olszowy begann der Wettbewerb leider nicht wie geplant: Im ersten Finale zog er sich in der vierten Runde nach einem heftigen Schlag eine Verletzung am Knie zu und musste den Lauf aufgeben. Chugg belegte den zwölften Platz. Im zweiten Finale startete Olszowy trotz der Knieschmerzen schnell und setzte sich unter die ersten drei. Im Laufe des Rennens verlor er jedoch Positionen und kam schließlich als Zehnter ins Ziel, während Chugg den 13. Platz belegte. Im dritten und letzten Lauf des Abends konnte Olszowy, der weiterhin Beschwerden hatte, das Rennen nicht mehr drehen und beendete es auf dem zwölften Platz, gefolgt von Chugg auf Rang 13. Trotz eines schwierigen Renntags konnte Olszowy wertvolle Punkte sammeln und beendete den GP von Großbritannien auf dem zwölften Platz, gefolgt von Chugg.
Vor dem letzten Saisonlauf, der am kommenden Wochenende in Frankreich stattfindet, liegt Dominik Olszowy mit insgesamt 134 Punkten weiterhin auf dem sechsten Platz der Gesamtwertung der Weltmeisterschaft. Beim GP von Frankreich könnte das Rieju Factory Team gemeinsam mit Eric Miquel den Titel im European Cup feiern. Der Rieju-Fahrer hat sich bislang als unschlagbar erwiesen und führt die Wertung auf seiner MR 300i an.
Dominik Olszowy – Rieju Factory Team:
''Die sechste Runde der SuperEnduro-Weltmeisterschaft in Newcastle war als mein letztes Rennen vor dem Start der spanischen Enduro-Meisterschaft geplant. Leider bekam ich im ersten Finale beim Sprung über einen Baumstamm einen seitlichen Schlag und prallte gegen eine Wand, wobei ich mir das Knie verletzte. Wegen der Schmerzen konnte ich das Rennen nicht beenden, aber nach einer längeren Pause versuchte ich es in den beiden letzten Läufen erneut. Dabei ging es eher ums Durchhalten als ums eigentliche Rennen, denn mein Knie war nicht in Ordnung. Jetzt sind wir wieder zu Hause und arbeiten mit Physiotherapeuten und Ärzten daran, dass es so schnell wie möglich heilt.''
